Flugangst-Blog: Wissen, Tipps & Antworten vom Piloten
Sonnenblenden müssen bei Start und Landung hochgeschoben werden, damit sich deine Augen bereits an die Lichtverhältnisse außerhalb der Kabine gewöhnen können – für den seltenen, aber wichtigen Fall, dass das Flugzeug schnell verlassen werden muss.
Jeder kennt das Gefühl, wenn man bei Dunkelheit aus einem hell erleuchteten Raum nach draußen tritt: In den ersten Sekunden sieht man fast nichts, weil sich die Augen erst an die Dunkelheit gewöhnen müssen. Diese Anpassung dauert deutlich länger als der umgekehrte Weg – von dunkel zu hell.
Genau dieses Prinzip steckt hinter der Sonnenblenden-Regel. Wenn die Kabine hell beleuchtet und die Blenden unten sind, während es draußen dunkel ist, wären deine Augen im Ernstfall für die ersten kritischen Sekunden nach dem Verlassen des Flugzeugs praktisch blind.
Bei einer Notevakuierung zählt jede Sekunde. Wer sich nach dem Verlassen des Flugzeugs nicht sofort orientieren kann, läuft Gefahr:
über Trümmer oder Gepäck zu stolpern
sich in die falsche Richtung zu bewegen
hin zu einer Gefahrenquelle statt weg von ihr
sich an herumliegenden Gegenständen zu verletzen
Das Öffnen der Sonnenblenden ist eine kleine, fast unscheinbare Maßnahme – aber sie kann im Ernstfall den Unterschied machen, ob du dich sofort sicher orientieren kannst oder wertvolle Sekunden verlierst.
Ja – die Regel gilt unabhängig davon, ob es draußen hell oder dunkel ist, und unabhängig von der Tageszeit. Start und Landung sind statistisch die kritischsten Flugphasen, deshalb gilt die Vorsichtsmaßnahme grundsätzlich bei beiden, nicht nur bei Nachtflügen.
Flugsicherheit setzt sich aus vielen kleinen Maßnahmen zusammen – keine einzelne davon wirkt für sich genommen dramatisch, aber in der Summe machen sie den Unterschied. Die Sonnenblenden-Regel ist ein gutes Beispiel dafür: Eine Handlung, die eine Sekunde dauert, aber im Ernstfall entscheidend sein kann.
Ja, die Regel gilt für alle Fensterplätze in der Kabine, unabhängig davon, wer daneben sitzt.
Während des Reisefluges dürfen Passagiere die Blenden aus Komfort- gründen wieder schließen – die Vorgabe gilt gezielt für die kritischen Phasen Start und Landung.
Nein, die Regel gilt unabhängig von der Tageszeit – auch tagsüber, wenn der Effekt weniger spürbar ist.
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Ich bin Mathias Gnida - auf Social Media bekannt als "Flugangstcoach Mathias" - ausgebildeter Pilot und Flugangstcoach. Im Gegensatz zu den meisten "Coaches gegen Flugangst" da draußen...
...bin ich seit über 15 Jahren Flugangstcoach und habe bereits tausenden Menschen aus der Flugangst und zurück ins Flugzeug geholfen
...bin ich mehrfacher Fachbuchautor im Thema Flugangst, z.B. "30 Minuten gegen Flugangst", erschienen im Gabal Verlag, "Ohne Angst Fliegen", erschienen im Motorbuch Verlag oder "Was passiert beim Fliegen? 100 Fragen - 100 Antworten für Passagiere", erschienen im Motorbuch Verlag, einem Imprint der Paul Pietsch Verlage
...habe ich über 30 Jahre Erfahrung in der kommerziellen Luftfahrt
...bin ich bekannt aus Radio, Fernsehen oder anderen namenhaften Medien
...werden meine Kurse gegen Flugangst auch international eingesetzt, in anderen Ländern und Sprachen
Aber das Wichtigste ist - Ich bin authentisch, liebe was ich tue und bin für meine Kursteilnehmer da, wenn sie mich brauchen - das hat sich rumgesprochen, weshalb meine Kurse auch so beliebt und erfolgreich sind!
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